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Livia Patrizi und Joachim Schloemer –

Künstlerische Leitung

Livia Patrizi und Joachim Schloemer haben zusammen an der Folkwang Universität Tanz studiert. Im Laufe der folgenden Jahre sind sie sich immer wieder auf künstlerischer Ebene begegnet.  Sie haben in Ulm, Weimar, Basel und Berlin zusammen Stücke und Projekte entwickelt und aufgeführt.  In den letzten 10 Jahren hat Livia Patrizi sich vor allem ihrem Projekt TanzZeit e.V. gewidmet, Joachim Schloemer hat in dieser Zeit hauptsächlich in interdisziplinären Bereichen Stücke und Projekte für Festivals und Theater entwickelt. Zuletzt hat er diese Erfahrung in der Leitung des Festspielhauses St. Pölten zusammenführen können. Nachdem sie sich im letzten Jahr wiedergetroffen haben, ist die Idee der Tanzkomplizenschaft entstanden. Livia und Joachim übernehmen gemeinsam die Künstlerische Leitung von TANZKOMPLIZEN.

Livia Patrizi_Foto_René LöfflerLivia Patrizi wuchs in Neapel auf. Ihre tänzerische Ausbildung erhielt sie u. a. an der Folkwang Hochschule in Essen. Es folgten Engagements als Tänzerin u. a. beim Cullberg Ballett – Mats Ek, Pina Bausch, Joachim Schloemer und Maguy Marin. Seit 1994 arbeitet sie auch als freie Choreographin.  Ihre Produktionen Was ist Tanz? (Nr.1 und 2) und  W.H.A.V.T – Wer hat Angst vor Tanz? wurden zu internationalen Festivals in Deutschland, Frankreich und Italien eingeladen.  Livia Patrizi ist die Initiatorin und Künstlerische Leiterin des Projektes TanzZeit – Zeit für Tanz in Berlin, bei dem seit dem Schuljahr 2005/06 jährlich in mehr als 50 Schulklassen zeitgenössischer Tanzunterricht im Klassenverband mit professionellen Choreographen und Tänzern stattfindet. Das Projekt wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Im Frühling 2006 arbeitete sie außerdem als Assistentin an der Seite von Royston Maldoom im Tanzprojekt Carmina Burana mit den Berliner Philharmonikern.

Im Rahmen des TanzZeit Projektes gründete Livia Patrizi mit Florian Bilbao die TanzZeit Jugendcompany, sie choreographierte für das Ensemble mehrere Stücke wie Brief an L.F  (im RADIALSYSTEM V uraufgeführt) oder die Produktion Abrazos zum 25jährigen Jubiläum des Abkommens über die Freundschaft zwischen Paris und Berlin mit zehn jungen Krump-Tänzern aus Pariser Vororten. Zahlreiche Kooperationen wurden initiiert und viele internationale Jugendaustauschprojekte sind seitdem mit der TanzZeit-Jugendcompany durchgeführt worden.

Im Jahr 2008 war Livia Patrizi gemeinsam mit Anne Neumann-Schultheiss Kuratorin von TANZHOCHDREI, einem internationalen Tanztheaterfestival für junges Publikum, das im Theater an der Parkaue in Berlin stattfand.  Im Juni 2010 wurde ihr Stück Die Zeitschrift Tanz Jahrbuch zeichnete Livia Patrizi 2010 als Hoffnungsträgerin aus. Im Jahr 2015 feierte TanzZeit sein zehnjähriges Jubiläum und wurde von der Stiftung Mercator ausgewählt, bis 2018 das Forschungsprojekt Kunstlabor Tanz durchzuführen. Gemeinsam mit Carola Söllner initiierte sie 2015/16 das Projekt Tanzspielzeit Podewil, das zehn zeitgenössische Tanzproduktionen für Kinder und Jugendliche auf die Bühne des Tanzstudios im Podewil brachte.

 

Joachim Schloemer absolvierte – nach anfänglichem Architekturstudium – eine Ausbildung zum Tänzer und Choreografen an der Folkwang Hochschule in Essen.

Sein erstes Engagement erhielt er an der Opéra de la Monnaie in Brüssel bei der Mark Morris Dance Group. Während seiner Zeit in Brüssel gründete er sein erstes eigenes Ensemble  und choreographierte außerdem für bekannte Tanzkompanien wie Mikhail Baryshnikovs White Oak Dance Project. Zwischen 1991 und 2001 übernahm er die Direktion der Tanztheater in Ulm, Weimar und dann in Basel. Während seiner Zeit in Ulm und in Basel begann Joachim Schloemer, mit den dortigen Schauspiel- und Opernensembles zu arbeiten.  Joachim Schloemer sucht seitdem stark die synergetischen Effekte.  Seit 2001 ist er als freischaffender Regisseur tätig, so z. B. für die Salzburger Festspiele, das Wiener Burgtheater, die Staatsoper Stuttgart, das Theater Basel, das Lucerne Festival, die Staatsoper Hannover, das Nationaltheater Mannheim, die Schwetzinger SWR Festspiele, den Steirischen Herbst und die Wiener Festwochen. In dieser Zeit  gründete er außerdem in San Francisco die Performancegruppe fishhouse und arbeitete dort mit Schauspielern und Autoren zusammen.

Von 2006 bis 2009 war Joachim Schloemer Kurator im Leitungsteam von pvc am Theater Freiburg und entwickelte dort ein multinationales Performance-Ensemble. In der Folge übernahm Joachim Schloemer die künstlerische Leitung des Festspielhauses St. Pölten/Österreich und leitete das Haus für vier Jahre. Für TANZKOMPLIZEN übernimmt Joachim nicht nur gemeinsam mit Livia die Künstlerische Leitung, sondern führt bei der Eröffnungspremiere Loveline auch selbst Regie.

www.joachimschloemer.com

 

Carola Söllner – Produktionsleitung

Carola Söllner studierte Geschichte und Italienisch sowie Klassische Archäologie an der Freien Universität und lebt als freischaffende Dramaturgin und Produktionsleiterin in ihrer Heimatstadt Berlin. Sie arbeitete u.a. mit Peter Lund, Bernd Mottl, Sommer Ulrickson, Daniel Ris, Bruno Klimek, Thomas Unruh und Coy Middlebrook. Festivalerfahrung sammelte sie u.a. bei der Oper Oder-Spree in Neuzelle und beim Festival OpenOp für neues Musiktheater in Berlin. Ihre erste Tanzproduktion betreute sie 2010 mit Lovesick von Sommer Ulrickson und Moritz von Gagern an der Neuköllner Oper.  Als Produktionsleiterin/Assistentin begleitete sie an diesem Haus etliche Uraufführungen und Deutsche Erstaufführungen, zuletzt die Brasilianische Dreigroschenoper Ópera do Malandro (Regie: Lilli-Hannah Hoepner) und das Musical Stimmen im Kopf (Text und Regie: Peter Lund). Im Winter 2013/14 war sie als Stagemanagerin/Regieassistentin an der Bar jeder Vernunft in Berlin für das Musical La Cage aux Folles (Regie: Bernd Mottl) engagiert. Gemeinsam mit Daniel Ris erarbeitete sie 2015 mit dem Berliner Straßenchor Die Straßen-Carmina, ein szenisches Konzert auf der Grundlage von Carl Orffs Carmina Burana.
Neben Engagements in Karlsruhe, Oldenburg und Köln ist Carola Söllner von 2011-2016 Dramaturgin der Freilichtspiele Schwäbisch Hall mit Schwerpunkt auf dem Musiktheater gewesen. Gemeinsam mit Livia Patrizi hob sie 2015/16 das Projekt Tanzspielzeit Podewil aus der Taufe und hatte die Produktionsleitung für die dort entstandenen zehn Stücke inne. Auch für TANZKOMPLIZEN übernimmt sie die Produktionsleitung und wird für die Produktion Lendas Amazonicas im September selbst Regie führen.

www.carolasoellner.de

 

Thomas Dörschel – Projektleitung

Thomas Dörschel studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaften sowie Deutsche Phi­lo­logie an der Freien Uni­­­ver­­si­­tät Berlin und Musik­wis­­sen­­schaft an der Humboldt-Univer­sität zu Berlin. Er sammelte journalistische Erfahrungen als Redakteur verschiedener Zeitschriften und war in der Veranstaltungsorgani­sa­tion tätig. Von 1999 bis 2010 war er Musiker und Songwriter der national erfolgreichen Band Virginia Jetzt!, mit der er mehrere Alben und Singles veröffentlichte und über 500 nationale und internationale Konzerte spielte, u.a. im Auftrag des Goethe Instituts in Russland und der Türkei.  Seit 2011 ist Thomas Dörschel als Kulturmanager in der Agentur sauerbrey raabe – büro für kulturelle angelegenheiten für die Konzeption und Durchführung von Kulturprojekten ver­ant­wortlich, übernimmt deren För­der­akquise und die Budgetverwaltung. In diesem Rahmen hat er zahlreiche Projekte verantwortet, darunter das vom Hauptstadtkulturfonds geförderte Hörspielprojekt 800 Jahre Berlin – Ein Hörspaziergang in die Zukunft (Berlin, 2012), als Produktionsleiter die internationalen Konferenzen der Kulturstiftung des Bundes Einbruch der Dunkelheit (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, 2014) und Ihr aber glaubet – Über Religion und Wachstumsdenken (Kölnischer Kunstverein, 2015) sowie eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen öffentlicher Auftraggeber. Seit September 2015 übernimmt Thomas Dörschel zudem die Projektverwaltung der Projekte des TanzZeit e.V. und bewahrt für TANZKOMPLIZEN den Überblick über das große Ganze.

 

 

Susanne Triepel – Öffentlichkeitsarbeit

Susanne Triepel wollte mal einen Doktor in Kunstgeschichte machen, daraus wurde aber nichts. Sie stolperte kurz darauf als Hostess über ein nicht gesichertes Kabel bei einem internationalen Kongress, verlangte in drei Sprachen nach Klebeband, u.a. bei der Agenturchefin. Das war der Auftakt zu 15 spannenden Jahren im Bereich Event und Kommunikation. Ihre größten Projekte waren der SemperOpernball, die Freischaltung einer 380 KV-Leitung in einem Umspannwerk und die Taufe eines Kreuzfahrtschiffs im Hamburger Hafen. Das Theater kennt sie bislang nur aus der Zuschauerperspektive, aber für den Tanz interessiert sie sich, seit sie denken kann. Ihre ersten Ballettschuhe hängen im Flur, gleich neben der Eingangstür, um Besucher zu beeindrucken. Apropos: VIP-Betreuung hat sie auch mal gemacht. Darüber erzählt sie hier aber nichts. Anfragen kann man aber jederzeit an sie richten, dafür ist sie ja da.